Kleine Gewässerkunde

Kleine Gewässerkunde

Den gestrigen Sonntag hab ich leider fahrlässig und motorradlos verstreichen lassen! Im Vertrauen auf wetter.de habe ich alles im Stall gelassen und fest daran geglaubt, dass bei einer Regenwahrscheinlichkeit von 57% auch wirklich Regen kommt. Der kam aber (natürlich) nicht, statt dessen blieb es den ganzen Tag über schön und ich saß zu Hause.

Das passiert mir heute garantiert nicht und deshalb bin ich um 13:00 mit der Grauen unterwegs. Mein Auftrag lautet, bestellte Sachen aus einer Apotheke in Laubach abzuholen – 15 Kilometer einfache Entfernung. Aber geschickt habe ich diese Marke verzehnfacht und dabei ein wenig Gewässerkunde betrieben.

Mit der 32er LLD springt die graue Bullet jetzt richtig gut an und läuft auch einwandfrei. So bollere ich bei prima Frühlingswetter zuerst ein paar Kilometer in Richtung Hoher Vogelsberg, um dann jedoch über Ruppertenrod ins Feldatal abzubiegen. Weiter geht es dann durch den Kirtorfer Wald, kurz die B62 überquert und dann komme ich nach knapp 50 Kilometern im Antrifttal an.

Enfield Bullet 500
Den ersten Stopp jedoch halte ich im Kirtorfer Wald an den kleinen Waldseen. All diese Seen sind nach dem Regen der letzten Tage ordentlich angestiegen. Das war jetzt Teil 1 meiner Gewässerkunde.
Enfield Bullet 500
Der nächste Halt ist dann der Antifttalsee selber, wo es selbstredend einen Cappuccino bei Michaela gibt.
Antrifttal Stausee
Auch der Stausee ist schön voller Wasser. Schon befinde ich mich also bei Teil 2 der Gewässerkunde.
Enfield Bullet 500
Das Wehr hält all die Wassermassen sicher in Schach.
Enfield Bullet 500
Heute gibt es sogar ein paar Daten Antrifttalsperre.
Enfield Bullet 500
Nun befahre ich das Antrifttal in Richtung Berndorf und folge dabei immer dem Lauf der Antrift. Die schlängelt sich herrlich durch die Landschaft und die kleine Straße folgt ihr dabei. Das würde ich beinahe als Teil 3 meiner Gewässerkunde bezeichnen.
Antrifttalsperre
Dabei entdecke ich heute sogar einen klitzekleinen Wasserfall.
Enfield Bullet 500
Ab Kirtorf folge ich der B62 ein paar Kilometer, um so an die Gestade des Gleenbaches zu gelangen: Teil 4.
Enfield Bullet 500
Und etwas später bei Schweinsberg bin ich dann am Ufer der Ohm, die hier schon ein richtiger kleiner Fluss ist. Nur 15 Kilometer weiter wird sie dann jedoch in der Lahn verschwinden. Teil 5 meiner heutigen Gewässerkunde und auch der letzte Teil.

Langsam wird es Zeit, an meine eigentliche Aufgabe zu denken: Die Apotheke in Laubach. Bezeichnend für einen alten Herrn wie mich, dass Apothekengänge immer häufiger werden. Egal, wie komme ich jetzt am schönsten nach Laubach: Klar, durchs Amöneburger Becken, kurz die Rabenau gestreift und dann über Stangenrod und Grünberg nach Laubach. Eigentlich eine hübsche Fahrt – wenn da nicht die Städte Grünberg und Laubach wären: Ein Mordsverkehr, jede Menge total schwachsinnger Autofahren und quasi alle Ampeln auf rot.

Enfield Bullet 500
Dennoch komme ich irgendwann in Laubach an, schiesse noch schnell ein Foto mit der Grauen im Schloßhof und erledige dann meinen Apothekengang. Die Engel-Apotheke ist so herrlich altmodisch, dass man hier direkt Szenen für einen Film aus dem Jahre 1850 drehen könnte.

Unterwegs bin ich zwar öfter durch dunkle Wolken gefahren und auch zweimal in klitzekleine Regenschauer geraten, aber das war wirklich nicht schlimm. Jedenfalls habe ich runde 150 wunderbare Kilometer abreissen können, und die Enfield in Athena-Gray hat wieder ordentlich Spaß gemacht. Und so soll es ja sein.

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