Die schwedische Fliegerjacke

Die schwedische Fliegerjacke

….. verstaubt jetzt seit ungefähr seit 3 Jahren in der hintersten Ecke des Motorradzimmers. Dabei ist es eine wunderschöne Jacke mit klasse Patina. Aber das sind zwei Haken an der Sache:

  1. Die Schwedenjacke ist mir eine Nummer zu groß.
  2. Das An- und Ausziehen der Jacke ist sehr, sehr umständlich. Nur Knöpfe und Schnallen, und davon jede Menge.

Allerdings ist da neben dem todschicken Aussehen noch eines: Die Jacke ist unglaublich warm! Das liegt einmal am dicken Filzfutter und zum anderen an den Überlappungen der verschiedneen Schichten. Und das ist der Grund, warum ich die Fliegerjacke heute hervor hole, den Staub kurz abwische und dann die Prozedur des Ankleidens beginne. Die Knöpfe gehen furchtbar schwer durch die Knopflöcher im Leder – echt eine Scheißtechnik. Fast will ich das Vorhaben schon wieder aufgeben, aber ein Blick aufs Thermometer lässt mich durchhalten: 10°C bei strahlend blauem Himmel. Mal sehen, ob die Jacke das mitmacht.

Enfield Bullet 500
Gestern hatte ich noch eben die kleine Quäk-Hupe gegen ein größeres, lauteres und schöneres Exemplar ausgetauscht. Optisch auf jeden Fall ein Plus. Jetzt aber los auf die Straße.
Enfield Bullet 500
Schotten, Glashütten, Nidda – ich suche mal wieder die Wärme der Wetterau. Und natürlich ist es da ein paar Grad wärmer. Schaut euch das traumhafte Wetter nur an: So wünsche ich mir den Oktober.
Enfield Bullet 500
Bei Ulfa genieße ich den glasklaren Blick in Richtung Stornfels aus den Kirschgärten heraus.
Enfield Bullet 500
Letzter Stop dann bei Gonterskirchen. Auf den 85 Kilometern hab ich nicht mal ansatzweise gefröstelt – die schwedische Fliegerjacke hat mich warm gehalten. Da kann man die Unbequemlichkeiten schon mal in Kauf nehmen. Beim Fahren jedenfalls ist die Jacke einwandfrei.

Die kleine Fahrt hat also eines ergeben: Diese schwedische Fliegerjacke wird keineswegs verkauft! Ab sofort akzeptiere ich die mühsame Ankleide-Prozedur ebenso wie die unzulänglichen Staumöglichkeiten. Ich pack einfach alles in die große Brusttasche, die offensichtlich einst für die Flugpapiere konzipiert wurde. Irgendwie geht das schon, hat sich ja heute gezeigt.

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