Ostern nach Preußen

Ostern nach Preußen

….. das ist der Plan für heute. Preußen gibt es zwar nicht mehr, aber es reicht, ein wenig in der jüngeren Geschichte zu stöbern. Dann kommt man recht schnell darauf, dass vor rund 100 Jahren die Grenze zwischen Hessen und Preußen mitten durch das Dorf Radmühl verlief. Und diesen Ort am anderen Enden des Vogelsberges möchte ich heute aufsuchen – einfach, weil das eine wunderschöne Landschaft dort ist.

Über den Hohen Vogelsberg fahre ich also auf Nebenstraßen Richtung Freiensteinau, und das bei Temperaturen um die 25°C. Ist fast schon ein bisschen zu warm, fürs häufige Anhalten auf jeden Fall. So machen ich meinen ersten Stopp am Obermoser See, meinem erklärten Lieblingssee im Vogelsberg.

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Zunächst erscheint mir am Obermooser See alles normal: Teichhaus, grüne Wiesen, trotz Feiertag wenig Betrieb.
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Dann aber der Schock: Der See ist leer, völlig leer, quasi salztrocken. Kein Tröpfchen Wasser ist zu sehen.
Obermooser See
Statt einer Pause am Wasser unternehme ich also eine kleine Watt-Wanderung. Oder anders gesagt, gehe ich jetzt über das Wasser ans andere Ufer – passt ja irgendwie auch zu Ostern. Wie man sieht, bin ich nicht der einzige, der übers Wasser gehen kann. Naja, wenns jeder kann, ist es wohl nix Besonderes.
Obermooser See
Etwas ernüchternd ist aber für mich, wie flach der See ist. Etwas mehr Tiefgang hatte ich mir doch vorgestellt.
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EIn paar Kilometer weiter schaue ich aufs Handy, um eine schöne Route nach Radmühl zu suchen. Dabei bemerke ich, dass es dringend an der Zeit ist, zu Tanken. Die nächste Tankstelle müsste in Birstein sein, eventuell auch in Brachtal, aber da bin ich mir nicht ganz sicher. Also ändere ich meine Richtung und es geht erst einmal nach Birstein, wo ich frischen Sprit fasse.
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Wunderbare kleine Straßen führen von Birstein in Richtung Radmühl. Als ich dort aber ankomme, ist es mir einfach zu heiß, um anzuhalten und die Preußische Grenze zu inspizieren. Diese Aktion verschiebe ich also und bollere lieber noch etliche Kilometer durch Vogelsberg und Main-Kinzig-Kreis.
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Nach etwa 150 Kilometern bin ich nun fast wieder zu Hause angekommen. Ein letzter Halt, ein Schlückchen Bitter Lemon, ……
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…. und ein Blick auf die Utensilien, die ein älterer Herr mittlerweile beim Kradieren mit sich führen muss. Wenns so weiter geht, brauch ich bald wieder ein Gespann, diesmal ein Royal Enfield EFI Gespann. Eigentlich keine schlechte Idee.
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