Hoffentlich dicht

Hoffentlich dicht

Nachdem ich vorgestern die schwarze Bullet mit der neuen Kopfdichtung hab warmlaufen lassen, steht heute das Nachziehen der Zylinderkopfmuttern an. Das „richtige“ Vorgehen beim Wechseln der Kopfdichtung an der Bullet sieht nämlich folgendermaßen aus:

  • Neue Kopfdichtung montieren
  • Mit dem richtigen Drehmoment anziehen (28 Nm), Reihenfolge der Muttern beachten.
  • Den Motor starten und etwa 10…15 Minuten tuckern lassen
  • Den Motor wieder abkühlen lassen
  • Am besten am nächsten Tag aller Muttern noch einmal nachziehen. Dabei jede Mutter erst einen Tick lösen, und dann wieder mit dem richtigen Drehmoment anziehen (28Nm). Das Mutter für Mutter genau so wiederholen, auch jetzt wieder die Reihenfolge der Muttern beachten.
  • Möglicherweise muss das Ganze nach einigen Kilometern noch einmal wiederholt werden.

Zum Glück muß ich zum Nachziehen nur die Ventildeckel abnehmen, Auspuff, Vergaser, etc. können natürlich am Krad bleiben.

Royal Enfield Bullet 500 ES
Das sind heute meine wichtigsten Werkzeuge: Drehmomentschlüssel. Die Kopfmuttern werden mit 28 Nm angezogen, die Kipphebelböcke mit 10 Nm. Das ist recht flott erledigt.
Royal Enfield Bullet 500 ES
Jetzt baue ich alles wieder zusammen und mache die Bullet fahrfertig. Links ist alles OK, …..
Royal Enfield Bullet 500 ES
….. aber rechts gefällt mir meine eigene Arbeit von vorgestern nicht, nämlich der neue Dekohebel. Der funktioniert zwar einwandfrei, lässt sich aber sehr schlecht warten. Zu Hause bekomme ich den Zug oben am Hebel zwar einigermasse montiert, aber für unterwegs ist das nix – man weiß ja nie.
Dekohebel
Also suche ich mir einen anderen Hebel aus meinem Fundus, einen Hebel, bei dem sich der Zug leicht ein- und wieder aushängen lässt. Jetzt siehts so aus wie auf dem Foto. Zwar hat mir der alte Hebel mit seiner possierlichen Kugel am Griffende besser gefallen, aber die Wartungsfreundlichkeit ist mir wichtiger. Jetzt noch die Ventile vernünftig eingestellt, und dann kann getestet werden.

Dann der Testlauf! Die Bullet spring sofort an und der Motor läuft fantastisch. Ich lasse dann die Maschine wieder 10 Minuten laufen, justiere den Dekozug noch um ein paar Milimeter, prüfe alle Schrauben auf festen Sitz – und das war’s dann mit der Kopfdichtung. Auf die Probefahrt muss ich leider verzichten, weil es schon seit Stunden richtig fies regnet. Jetzt hoffe ich inständig, dass die Kopfdichtung ihre Aufgabe lange und gut erfüllt und dass am Sonntag das Wetter besser ist. Da möchte ich nämlich am Distinguished Gentlemen Ride teilnehmen, der in diesem Jahr zum ersten auch auch in Gießen statt findet.

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