Das Schweigen der Werkstatt

Das Schweigen der Werkstatt

Heut ist kein Tag zum Fahren im Vogelsberg, es stürmt, immer wieder gibt es Regenschauer und die Temperaturen sind empfindlich gesunken. Aber zum Glück habe ich ja noch meine kleine Werkstatt, da gibt es eigentlich immer etwas zu tun – die beiden Bullets sind doch immer für eine kleine Schrauberei zu haben. Also nach dem Ausflug an die Altglascontainer ab in die Werkstatt.

Es beginnt mit ein paar Aufräumarbeiten, der Fußboden wird abgefegt, die Werkbank gereinigt und die Batterieladegeräte werden angeworfen. Dann wende ich mich meinen beiden indischen Ladies zu – und finde tatsächlich nichts, was ich den Krädern antuen könnte. Nirgendwo ein Wartungsstau, alles sauber und poliert, die Öle gewechselt. Die Änderungen an der Elektrik meiner No.1 müssen noch warten, bis das bestellte bistabile Relais eintrudelt. Es fällt mir wirklich nichts ein, womit ich mich sinnvoll beschäftigen könnte. Gut, ich könnte die Hinterräder ausbauen und die Reifen wechseln, aber das werde ich nicht auf dem harten und kalten Werkstattboden erledigen, sondern an der Montiermaschine eines guten Bekannten, die in einem beheizten Raum steht.

Einen letzten Blick in die heiligen Hallen quittiert diese mit beredtem Schweigen. Gut, dann eben nicht.OK, Ende vom Lied ist also, dass ich nach einer Stunde wieder im warmen Büro sitze. Hier kann ich mich auf jeden Fall beschäftigen, wenngleich nicht immer sinnvoll. Vielleicht tut mir eine Runde Tetris gut, oder ein bisschen Backgammon …..

Enfield-Werkstatt
Nach diesem seltsamen Werkstatterlebnis wird mir eines klar: Ich brauche ein neues Projekt, am besten eines mit einer Royal Enfield. Mein Traum wäre eine 500er Bullet aus echter britischer Fertigung. Aber das ist nicht so einfach.
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