Das Falltorhaus lebt

Das Falltorhaus lebt

….. und das finde ich richtig prima. Ist schließlich derzeit der letzte verbliebene Motorradtreff im Vogelsberg. Und weil heute das Wetter perfekt für eine kleine Ausfahrt ist, beschliesse ich, diese mit einem Besuch des Falltorhauses zu beginnen. Soll aber nur ein kurzer Besuch werden, denn im Vordergrund steht heute eindeutig das Fahren, eben wegen des perfekten Wetters. Es ist sonnig, trocken, warm genug und erstmals seit zig Tagen weht kein kalter Ost- oder Nordwind.

Auch heute  fahre ich mit der Grauen, meiner No.1. Die Dame hatte sich ja bei der letzten Ausfahrt etwas zickig angestellt, so dass ich die Kupplung, den Leerlauffinder und die Kettenspannung vernünftig eingestellt habe. Das Ergebnis meiner Wartung will ich natürlich erleben und erfahren, deshalb No.1.

Enfield am Falltorhaus
Nach 45 Kilometern durch den schönen Vogelsberg erreiche ich das 15 Kilometer entfernte Falltorhaus. Schon der erste Blick zeigt: Unter der Regie von Doro hat das Falltorhaus zu neuem Leben gefunden: Jede Menge Motorräder, jede Menge Besucher. So muss das!
Falltorhaus Mai 2020
Eine größere Gruppe aus der Wetterau mit dicken V-Twins dominiert den Platz. Schöne Maschinen!
Falltorhaus Mai 2020
Aus Fulda sind zwei dreirädrige CanAms angereist. Ob’s am Alter liegt, dass mir diese Fahrzeuge immer besser gefallen?
Falltorhaus Mai 2020
Für gute Power sorgt der Rotax-Zweizylinder.
Falltorhaus Mai 2020
Fast so schön wie meine Bullet ist eine SR500 mit leichten Modifikationen. 🙂
Falltorhaus Mai 2020
Als der Platz immer voller wird, kicke ich meine No.1 an und verlasse den schönen Ort. Beim nächsten mal werde ich aber eine von Doros berühmten Nussecken verspeisen, oder vielleicht auch eine schöne Currywurst.
Enfield Bullet 500
Über Laubach, Hungen und die Hungener Seenplatte komme ich an den wunderschönen Garten bei Münzenberg-Trais. Hier zu wohnen und zu leben muss herrlich sein!
Enfield Bullet 500
Das Anwesen liegt direkt an der Wetter, was das Ganze noch reizvoller macht.
Enfield Bullet 500
Durch die Wälder um Lich herum halte ich dann gezielt auf Fernwald zu.
Enfield Bullet 500
Und zwar nur, um einen ersten Blick im Jahre 2020 auf die Exponate beim Yamaha-Händler zu werfen. Mittlerweile gefällt mir die Yamaha-Palette wieder recht gut, und wenn ich jünger wäre, würde ich mich möglicherweise da bedienen.
Enfield Bullet 500
Später am Rande der Rabenau habe ich hier das Gefühl, dass wirklich alles perfekt passt an diesem Tag: Wetter, Strassen, Landschaft, Himmel und auch das Motorrad ergeben eine perfekte Einheit.
Enfield Bullet 500
Da stört nicht einmal der Fahrer, der sich ins Bild gemogelt hat.
Enfield Bullet 500
20 Kilometer weiter zwischen Odenhausen und Weitershain ist es erneut da – das Gefühl eines perfekten Tages. Ist ja eigentlich alles unspektakulär, aber eben einfach perfekt.

Auf den heutigen 150 Kilometern hat sich meine No.1 tatsächlich perfekt benommen, passend zum perfekten Tag. Meine Einstellarbeiten haben Wirkung gezeigt, aber noch wichtiger war zweifellos, dass ich mich heute wirklich auf die Bullet eingelassen habe. Beispielsweise habe ich jeden Schaltvorgang konzentriert und mit Bedacht ausgeführt. Mit dem Erfolg, dass die Gänge immer korrekt saßen. Unkonzentrierte Schludrigkeit bestraft das Albion-Getriebe nämlich sofort mit Ratschen, Leerläufen zwischen den Gängen und Ruckeln, weil der falsche Gang eingelegt wurde. So gesehen hat die Graue also gar nicht gezickt, sondern das Problem saß oben auf dem Motorrad. Aber so wie es diese perfekten Tage gibt, kommen eben auch ausgesprochen schlechte Tage vor – that’s life.

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